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AUFFANGRAUMSANIERUNG

Ursache & Hintergrund

Ein Öltank kann trotz regelmäßiger Wartung der Tankanlage, in trockenen Schutzräumen und unter
günstigen Bedingungen schadhaft werden. Denn auch eine Tankanlage unterliegt den zeitbedingten
Gebrauchs- und Verschleißspuren.

Es ist kaum möglich den Tank über die Dauer der Jahre vor möglichen Schäden wie Korrosions-
schäden (bei Stahltanks) von innen und außen, Haarrissen und/oder Materialermüdungen (bei Kunst-
stofftanks) sowie weiteren Widrigkeiten zu schützen. Allerdings besteht die Option, durch den Schaden
entstandene Folgekosten zu vermeiden.

Entscheidend ist hierbei der optimale Zustand des Schutzraumes, in dem der Öltank aufgestellt ist.
Denn auch dieser Raum unterliegt dem natürlichen Alterungsprozess. So nehmen Risse im Beton, ab-
blätternder Putz an den Wänden und viele weitere Faktoren Einfluss auf die Dichtheit des Öllagers.


Zweckmäßigkeit

Der Gesetzgeber schreibt für Räume, in welchen Öltanks für den Betrieb einer Heizung installiert
sind, eine sorgfältige Abdichtung vor. Auf diese Weise verhindert man, dass eventuell auslaufendes
Öl in den Untergrund gelangt und das Grundwasser verunreinigt. Um möglichen Verunreinigungen
vorzubeugen, muss deshalb ein besonderes Augenmerk auf die sorgfältige Abdichtung des Auffang-
raums gelegt werden.


Vorgehensweise

Der gesamte Auffangraum muss mindestens mit einem 3-schichtigen ölfesten Anstrich versehen
sein. Dies gilt auch für den Bodenbelag unter dem Tank. Darüber hinaus muss darauf geachtet wer-
den, dass die sogenannten „Hohlkehlen” in den Wandübergängen vorhanden sind. Um eventuelle
Risse im Mauerwerk rechtzeitig zu erkennen und den Anstrich gegebenenfalls zu erneuern, ist eine
ausgiebige Besichtigung des Raumes mindestens einmal im Jahr maßgeblich.

Heute kann man mit dem kontinuierlich gewachsenen, technologischen Know-how der Risse-Proble-
matik im Mauerwerk gut entgegenwirken. Um die Auffangwanne sicher und dauerhaft abzudichten,
wurde inzwischen eine spezielle Folie für den Tankraum entwickelt. Anstelle des immer wieder zu er-
neuernden Anstrichs, empfiehlt es sich eher den Raum mit dieser Spezial-Folie auskleiden zu lassen.
Sie wird vor Ort im Raum montiert und zusammengeschweißt. Eine spätere Undichtheit der Folie
kann durch den Einsatz von Trittschutzmatten im begehbaren Bereich um den Tank sowie durch Hart-
gummistreifen unter dem Tank nahezu ausgeschlossen werden.

Ausschließlich für Kellertanks aus Stahlblech kommt, als alternative Sanierungsmaßnahme, die Ein-
bringung einer Kunststoff-Innenhülle mit Überwachung durch ein Leckanzeigegerät in Frage. Diese
Lösung bietet die Möglichkeit der ständigen Überwachung des Tanks, was eine Sanierung des Auf-
fangraumes unnötig macht. Da das Heizöl mit dem Stahl nicht mehr in Verbindung kommt, verhindert
die Innenhülle eine weitergehende Korrosion im Tank.

Grundsätzlich dichtet eine fachgerechte und für die jeweilige Tankanlage konzipierte Auskleidung den
Tankraum dauerhaft und sicher ab.


Einbau einer Tankraumfolie

Beim Einbau der speziellen Tankraumfolie wird zunächst die Tankanlage entleert und der Heizöl-
bestand zwischengelagert. Abhängig von der Bauweise der Tanks werden diese für die Dauer der
Arbeiten so weit als möglich aus dem Tankraum entfernt bzw. bei Kellertanks nur angehoben.
Anschließend wird ein Spezial-Vlies sowie die passgenaue Bodenfolie unter den Tank gelegt. Danach
kann der Tank wieder auf die folienschützenden Hartgummistreifen gesetzt und die Rohrleitungen an-
geschlossen werden. Zwingend notwendig ist der Einsatz von Hartgummistreifen auf dem Boden vor
allem unter Stahltanks. Nun folgt das Anbringen der Seitenwandfolie, die ebenfalls mit Spezial-Vlies
unterlegt ist. Sie wird mit Aluminiumschienen an den Seitenwänden befestigt und mit der Bodenfolie
in einem speziellen Verfahren verbunden. Dies muss durch einen TÜV-geprüften Kunststoffschweißer
erfolgen. In die Innen- sowie Außenecken des Raumes werden spezielle Eckübergänge in die Folie
eingearbeitet. Abschließend werden die Folienübergänge auf ihre Dichtheit geprüft und ein Prüfbericht
erstellt.

Der Lagerraum ist nun öldicht.
Darauf geben die ausführenden Fachbetriebe in aller Regel eine Garantie von 20 Jahren.

Da die Tankraumfolie immer eine entsprechende Bauartzulassung nachweisen muss, empfiehlt es
sich diese ausschließlich von einem Fachbetrieb nach WHG montieren zu lassen. Da gerade die ver-
schweißten Folienübergänge ein Undichtepotential in sich bergen, sollte besonderer Wert auf qualitativ
hochwertige und exakte Schweißarbeiten gelegt werden. Kunststoffschweißer müssen deshalb eine
jährliche Prüfung beim TÜV ablegen. Dieser Nachweis wird auch in das abschließende Gutachten ein-
getragen.


Anmerkungen

Innerhalb des Auffangraumes dürfen keine Gegenstände gelagert werden. Grund dafür ist, dass sich
dadurch das Volumen des Raumes verkleinert und im Falle eines Ölschadens die Kapazität der Wanne
zu gering wäre.
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